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Dienstag, 16. März 2010

Wir waren bei der Psychologin

Endlich hatten wir heute unseren Termin bei einer Psychologin, welche darüber entscheiden sollte, inwiefern die Kids medikamentös eingestellt werden könnten. Leider hat sich dieser Termin erneut als Flopp erwiesen, da die gute Frau mich lediglich an eine weitere Kollegin verwiesen hat, welche jedoch nicht mit der Krankenkasse abrechnet. Also heißt es für uns erneut Gelder locker machen, um eine Therapie bei der neuen Dame ihres Faches beginnen zu können.
Natürlich wurde auch gleich festgelegt, das lediglich Mittel für die Nacht verabreicht werden könnten, da sie momentan ja noch nicht leistungstechnisch in der Schule gefordert werden. Also gut! Mehr ist wohl nicht herauszuholen und ich darf weiter experimentieren.
Das Sozialverhalten hat zwar während der Sitzung sehr im Argen gelegen, dennoch sieht sie keinen Handlungsbedarf und hat meine bisherigen Leistungen ebenfalls hoch gelobt. Bin ich nun, zu dumm, um diesen Blödsinn, zu verstehen? Erst das Jugendamt und nun die auch noch! Hier geht alles nur mit Glück und Brechstange voran und meißtens kommt der Tritt in den Magen postum, aber das sind wohl echt nur meine Bohnen.
Jetzt darf ich Shorty also auch im Kiga als Integrationskind melden, da sich von dort ebenfalls die Beschwerden wieder häufen und er sogar die Gruppe wechseln muß, ab dem nächsten Herbst.
Für den Großen habe ich mir heute gleich einen Reitstall für therapeutisches Reiten herausgesucht, wo wir nächste Woche den 1. Termin haben.
Anstatt es zu einer Entlastung für mich kommt, werden die Päckchen immer mehr, die ich so mit mir herumschleppen soll. So langsam weiß ich echt nicht mehr, wie das alles noch bewerkstelligt werden soll, denn mein Haushalt, der Garten und auch die Hunde wollen ebenfalls versorgt sein. Doch nun bin ich die ganze Woche ständig mit den Jungens unterwegs.

Freitag, 26. Februar 2010

Hinter mir tobt der Bär und was mache ich?

Während ich mich nun an den PC verdrückt habe, um nicht die Nerven zu verlieren, spielt sich hinter meinem Rücken wieder einmal der organisierte Wahnsinn ab.Schon allein die Stimmen der Kinder bereiten mir ein Schaudern und es reißt mich am ganzen Körper, wie sie sich gegenseitig versuchen zu martern. Morgen wird es dann wieder heißen, ich sei es gewesen.
In meinem Inneren machen sich derzeit Selbstzweifel breit, ob ich vielleicht bestimmte Zeichen der Jungens übersehen haben könnte; oder was ich denn falsch gemacht habe, damit sich diese Situation so sehr zum Negativen entwickeln konnte. War ich zu vorsichtig und habe ich zu sehr eingeengt? Habe ich mir zuviel herausgenommen, wenn ich versuchte den Kindern Werte nahezubringen, die sie jedoch nicht annehmen konnten. Ist es nicht meine Pflicht dafür Sorge zu tragen, den Kindern einen Weg in die Zukunft zu ebnen?

Nun habe ich so lange um meine Jungens gekämpft und der Kampf scheint endgültig verloren, denn kein gesprochenes Wort hat Gültigkeit und selbst meine Tränen um die Kinder sind versiegt. Ich kann diesen Zustand kaum in Worte fassen, der mich umtreibt: zum einen Trauere ich und fühle Ängste in mir; zum anderen spüre ich Erleichterung darüber, daß nun niemand mehr die Augen vor der Wahrheit verschließen kann.- Leider muß ich dennoch immer wieder erleben, wie egal es unserem Umfeld ist, was sich hier wirklich abspielt. Jeder versucht sich in seiner Ignoranz, als wäre alles völlig normal. Nur hinter unserem Rücken wird munter drauflos getratscht.
Klassisches Beispiel: Gestern war Hörtest im Kiga! Shorty wollte sich nicht untersuchen lassen. Anstatt mich anzurufen, gab es zu Mittag einen Zettel, wegen seiner Verweigerung mit nach Hause. Wer ist denn nun unfähig, bitte sehr? Ausdrücklich hatte ich um sofortige Benachrichtigung gebeten, wenn irgendetwas schief läuft! Stattdessen wird er versucht auf irgendeine Art durchzuschleusen, weil sie nicht Herr drüber werden.

Mit dem Großen sieht es im häuslichen Bereich ja nicht besser aus, denn von überall werden ihm Versprechungen mit auf den Weg gegeben, die nie gehalten werden sollen; aber dann sind es ja meine Worte, die er nicht für voll nehmen braucht.
Gestern habe ich selbst einen großen Fehler gemacht, indem ich zuließ, daß die Kinder Süßes zum Naschen bekamen. Nur habe ich mich im Möbelhaus nicht gewagt Einwände zu erheben. Am Abend und auch heute bekomme ich diesen Fehler deutlich zu spüren.

Montag, 22. Februar 2010

Ich bin am Ende meiner Kraft und keine Hilfe in Sicht!

Manchmal frage ich mich wirklich, weshalb ich mir täglich dieses Matyrium auflade, wenn es mir viel besser ginge, ohne dieses ständige Theater! Inzwischen kann ich mich selbst nicht mehr hören, wenn es darum geht, den Kids den normalen Ablauf im Detail einzugeben.
Es geht beim routinierten An- und Ausziehen los, geht über die Mahlzeiten und ihren Ablauf und macht vor dem größten Problem, dem Sozialverhalten, nicht halt. Es beginnt echt wehzutun, wenn Shorty bei mir steht, sich ankuschelt und etwas davon brabbelt, daß er mich lieben täte. Als ob dieses Kind eine Ahnung hätte, davon, was das bedeutet. Den Großen darf ich garnicht mehr aus den Blickwinkeln lassen, weil nur noch Mist dabei herauskommt. Am schlimmsten dabei ist für mich, seine vorherige Ansage, zu dem was er tut.

Wo ist denn nun der Rückhalt, auf den ich für mich schauen kann?  Seit über 2 Jahren bin ich auf das Haus und den Garten festgenagelt, ohne Aussicht auf Besserung!
Da hilft auch mein Flehen und Hausieren bei Ämtern und Behörden nichts, die überlassen uns den Dreck und den Ärger.

Donnerstag, 18. Februar 2010

Ausgelaugt oder einfach nur faul?

In dieser Woche  habe ich erneut einen wichtigen Arztbesuch nicht wahrgenommen, keinen Einkauf erledigt, die Wäsche nicht gebügelt und noch viele andere Dinge, welche eine tüchtige Hausfrau mal eben so nebenbei tätigt. Dafür habe ich dennoch mächtig viele Kilometer gemacht, zumindest kommt es mir so vor, wenn ich nun hier sitze.
So kenne ich mich eigentlich überhaupt nicht, denn ehe ich meinen Aufgaben früher nicht nachgekommen bin, habe ich vielmehr noch in Nachtschicht weiter gearbeitet. Heute kann ich das nicht mehr, vielmehr fühle ich mich wie gelähmt, um überhaupt noch einmal aufzustehen. Alles in mir ist aus den Fugen geraten, sodaß nicht mal mehr der Egotoaster locken kann. Es ist alles so mühselig geworden und erfolglos zugleich.

Mittwoch, 17. Februar 2010

Faszination Feuer und Waffen!

Seit einiger Zeit kommt es immer häufiger vor, dass der Große sich mit dem Thema Feuer auseinandersetzt. Mir bereitet es große Sorge, da ich von der Faszination bei Fas-Kids weiß. Schon lange vermeide ich es Kerzen anzuzünden oder meine Feuerzeuge herumliegen zu lassen, doch nun bin ich wohl gewarnt.
Auch das Waffenthema macht mich sehr nachdenklich, da keiner von den Kindern eine Spielzeugpistole oder ein Spielzeugmesser besitzt und sie es auch im Fernsehen nirgends aufgeschnappt haben können.
Sollte der Große nun doch schon in die nächste Entwicklungsphase, vom Fas überwechseln? Dann wäre meine Angst, die ich seit einiger Zeit verspüre nicht ganz unberechtigt!
Den Termin mit unseren Jugendämtern habe ich heute fixieren können, was aber nicht heißt, daß es uns dadurch besser geht. So wie es aussieht, denken die Damen garnicht daran, die Kids anderweitig unterzubringen. Kein Wunder, es ist ja auch alles überfüllt und wer kann dann solche Kids zusätzlich verkraften!
Hier geht es auf keinen Fall so weiter wie bisher.

Dienstag, 16. Februar 2010

Ein Telefongespräch mit der Sachbearbeiterin vom Jugendamt!

Es war ein langes, ziemlich ausführliches Gespräch, welches ich am Vormittag mir der zuständigen Sachbearbeiterin, vom Heimatjugendamt, der Kinder geführt habe. Plötzlich hat sie sogar einen frühen Termin für einen Hausbesuch zusagen können. Auch hatte ich den Eindruck, daß sie wohl auch schon ein wenig informiert ist, über FAS. Zumindest war sie nicht sonderlich überrascht, über meine Beweggründe.
Vermutlich lag es wohl auch daran, daß sie nun Fakten bekommt und nicht mehr wegsehen darf. Denn schließlich wußte ich ja von dem bevorstehenden Vortrag des Experten, auf dem Gebiet.
Lediglich die vorläufige Unterbringung in einem Krisenzentrum, bis eine neue Familie gefunden wird, halte ich für falsch. Das würde gleich 2 neue Beziehungsabbrüche zur Folge haben und wäre für die Jungens nicht gut. Doch darüber werden wir bei dem Termin sprechen!
Eigentlich wäre eine Unterbringung in einer professionellen Pflegeeinrichtung eher angesagt, ehe noch weitere angehende Pflegeeltern belogen und betrogen werden.

Samstag, 13. Februar 2010

Das Auge des Orkans!

Richtig unheimlich ist es um mich herum. Die Jungens belauern mich, seit sie heute morgen aus ihrem Zimmer gekommen sind. Und genau da geht es schon sehr eigenartig los, denn es war schon 9 Uhr, als sie herunterkamen und ich habe vorher auch nichts von ihnen gehört. Sonst wird dort doch immer gleich durchgestartet.
Ich habe mir vorsorglich schon meine Antistresspillen verordnet, man kann ja nie wissen!
Nun warte ich auf das was noch kommt, denn keiner von beiden hat bislang die Windeln ausgezogen (was eigentlich morgens die erste Handlung wäre), geschweige denn über anziehen nachgedacht (was auch sonst selbstständig gehen könnte) und auch die Morgentoilette konnte noch nicht stattfinden, da den Herren gerade erst eingefallen ist; sie könnten ja mal etwas frühstücken.
Bislang hatten sie dazu keine Zeit, weil sie ja jeden meiner Schritte bewachen mußten oder sich streiten wollten. Doch diese Ruhe, die hier vorherrscht lässt mich noch böses Ahnen.

Donnerstag, 11. Februar 2010

Beginne ich innerlich schon mit dem Abschied?

Da ist dieses seltsame "Egal-Gefühl", welches mich gerade sehr drückt! Eigentlich hätte ich mich doch freuen müssen, meine Kinder am Mittag wieder wohlbehalten, zu Hause empfangen zu können. Dem ist jedoch nicht so. Teils wohl aus der Vorausahnung dessen, was mich heute noch erwartet, aber viel mehr bestimmt mein persönliches zurücknehmen meiner Person aus den Situationen.
Ich versuche Abstand zu gewinnen, um mich nicht noch zusätzlich verletzen zu lassen.  Mir ist auch klar, daß ich die Jungens damit verunsichere, vielleicht brauchen sie das ja endlich einmal, damit sie zumindest kurzzeitig ihre festgefahrenen Verhaltensmuster nicht nutzen können.
Ein Schamgefühl kann ich nicht empfinden!

Samstag, 6. Februar 2010

Immer stehe ich in der Verantwortung!

Ich habe es so satt; die Jungens machen Mist und wenn sie zur Rede gestellt werden, ist man auch noch selbst der Schuldige! Die kriegen es wirklich nicht hin, ihre eigenen Fehler zu erkennen. Auch nicht, wenn sie sie täglich wieder produzieren. Wenn das so weiter geht, habe ich bald Fransen am Mund und die Beiden sind immer noch nicht weiter.

Mittwoch, 3. Februar 2010

Diagnose gestellt-Wir haben Fas-Kids

Auch wenn ich mich so sehr nach einer Diagnose und dem Befund gesehnt habe, empfinde ich nun erst recht eine Hilflosigkeit und Trauer. Der lange Kampf um die Gewißheit ist vorbei und nun müssen wir die Kraft aufbringen mit dem fast tierischen Sozialverhalten unserer Kinder weiterzuleben. Eine Heilung gibt es nicht und weitere unangenehme Verhaltensmuster werden noch dazu kommen.
Erleichterung kommt auf, weil die Diagnose von einem Spezialisten auf diesem Gebiet  gestellt worden ist und deshalb ein Irrtum ausgeschlossen ist. Auch wenn dieser mir wenig Hoffnungen für die Zukunft machen konnte, werden wir die Kinder wohl bei uns behalten, so lange es möglich ist. Trotzdem habe ich Angst davor, ob wir das auch wirklich schaffen können.
Meine Maßnahmen, welche ich bislang ergriffen habe, wurden zumindest schon befürwortet und auch eine Empfehlung der Medikation habe ich mit nach Hause bekommen. Zusätzlich aber auch die Denkaufgabe hinsichtlich der lebenslangen Betreuung, welche die Kids brauchen werden, da sie nie ein Eigenständiges Leben führen werden können. Zu sehr sind die Schädigungen im Gehirn dafür Verantwortlich.

Donnerstag, 28. Januar 2010

Einen Tag hui, den nächsten dafür pfui!

Manchmal bin ich ja wirklich ein gutgläubiges Schaf. Wie kann ich nur nach so vielen Enttäuschungen davon ausgehen, daß sich die Situation hier im Hause, über einen längeren Zeitraum positiv verändern könnte. Da bin ich nun schon seit Monaten immer wieder vergeblich auf der Suche, nach Hilfe, für die Kids und nun stelle ich fest, daß ich mir wohl doch selbst helfen muß!
Ich habe mir inzwischen so eine Art Bedienungsanleitung gebastelt, wie ich in Zukunft die Kinder weiter betreuen werde. Dafür habe ich ja schon reichlich Tipps von anderen betroffenen Eltern erhalten! Nun muß ich nur noch die dementsprechende Disziplin erlangen, um auch diese klaren Strukturen selbst einhalten zu können. Einfach wird es sicher nicht, da ich mich schon jetzt als Rabenmutter fühle. Wirklich schlimm empfinde ich es, dass keine Maßnahme wirklich greift, sodaß nach wenigen Tagen der Trubel von vorne losgeht.
Wohl denen, die gesunde Kinder haben.

Donnerstag, 21. Januar 2010

Grippe, Zahnarzt und andere Katastrophen!

Am vergangenen Wochenende habe ich mir erneut eine Grippe eingefangen, sodaß ich mich zur Zeit ziemlich elend fühle. Also genau die richtige Verfassung, damit meine Jungens besonders durchdrehen.
Mein gestriger Zahnarztbesuch hat meine Einstellung bezüglich des Verhaltens der Kinder auch nicht aufgebessert. Leider mußte ich sie mitnehmen und wir haben uns wieder einmal bis auf die Knochen blamiert. Anfänglich wurde ja noch jede Aktion etwas belächelt, doch während der Behandlung gestaltete sich die Situation garnicht mehr witzig und alle waren sichtlich erleichtert, als wir schließlich die Praxis verließen.

Heute habe ich sie beide zu Hause behalten. Mal sehen was mich heute erwartet, da sie in keiner guten Stimmung sind. Ich hätte den Fehler nicht machen sollen, ihnen ein Faschingskostüm zu kaufen und es dann auch noch zu zeigen! Seitdem flippen sie förmlich aus und kriegen nichts mehr hin.
Bislang hat weder das selbstständige anziehen, das gemeinsame Frühstück, geschweige denn die Morgentoilette funktioniert.

Montag, 18. Januar 2010

Der Papa geht auf die Flucht!!!

Was sich hier bei uns im Detail abgespielt hat, kann ich nur ahnen, denn der Papa hat mich nur mit den Worten begrüßt: Bin ich froh, daß Du wieder da bist!
Dabei war ich nur 3 Tage nicht zu Hause!
Seltsam, da ich mir doch bislang den Mund ziemlich fusselig geredet habe. Heute hat mir der Große aufgezählt, was er denn alles veranstaltet hat und was denn so schief gelaufen ist. Im Grunde genommen kam nicht viel Neues dabei heraus. Warum nur hat es dann den Papa so geschafft?
Doch nun habe ich meinen Kampf wieder aufgenommen und es war sogar ein ziemlich ruhiger Tag, nachdem ich in der Frühe gleich erst einmal die Stühle gerade gerückt hatte.

Sonntag, 27. Dezember 2009

Wie Phönix aus der Asche!

Seit Jahren falle ich selbst regelmäßig um Weihnachten herum in ein tiefes Seelenloch. Doch in diesem Jahr hat es mich mächtig erwischt. Jeden Tag der Kampf mit dem morgentlichen Augenaufschlag, welcher mir wie eine Ohrfeige vorkommt und zeitgleich diese schrecklichen Vorahnungen zum Ablauf des Tages.
Innerlich habe ich das Gefühl, ich verbrenne und es reißt in allen Gliedern! Meinen Kindern scheint es eine besondere Freude zu sein von einem Koller in den nächsten zu wandern und führen richtig harte Bandagen auf. Sie haben nun erneut das Problem des Zuckerentzuges,weil es bei den Verwandten wieder viel Süßes für sie gab. Auch müssen sie nun erst verarbeiten was da an Reizen auf sie eingeflossen sind. Es wird mal wieder nicht leicht.

Benita

Dienstag, 15. Dezember 2009

Woher soll ich nur die Kraft nehmen?

Auch wenn ich mir noch so oft sage, die Kinder können nichts dafür, deshalb stehe ich doch vor einem körperlichen und nervlichen "aus". Ich bekomme keine Gelegenheit zum ausspannen! Gestern mußte wieder ein für mich wichtiger Termin platzen, da meine Kinder beschlossen, krank zu werden. Einen Tag hohes Fieber und am nächsten Tag ist schon wieder alles vorbei; doch ich habe ihre Launen Daheim. Gerade jetzt fliegen im Spielzimmer wieder die Fetzen und ich mag nicht dazwischengehen, da sie sich sofort gegen mich verbünden.
An Schlaf war in der letzten Nacht wieder nicht zu denken, dabei bräuchte ich den ganz dringend. Der Kleine verweigert wieder das Essen, doch lasse ich ihn nun gewähren, da alles andere auch nichts bringt, außer das meine Nerven gereizt werden. Irgendwann kommt der Hunger schon durch! Bei dem Großen bin ich völlig ratlos: er würde es sogar in Kauf nehmen, wenn er den ganzen Tag auf Knien verbringen müßte, soviel Wut ist in ihm! Also nutzt diese Maßnahme für den Koller auch nichts.
Gerade kommt der Kleine mit völlig geschwollener Unterlippe zu mir, weil er sie sich fast blutig gebissen hat, einfach mal so! Der Große gibt nur noch tierische Laute von sich, mit einer Lautstärke, daß es durch Mark und Bein geht und dabei fliegt wieder alles nur durch die Gegend. Das ist die Rache, weil ich angeordnet habe, daß die Türe aufbleibt.

Benita

Donnerstag, 3. Dezember 2009

Ein sehr beeindruckender Tag

Okay, ich wurde in der Frühe nicht gerade zärtlich geweckt ( gekreische,trampeln und gezanke der Jungens), dies hat nicht gerade aufgebaut, weil ich meine ruhigen 2 Käffchen noch nicht hatte und ohne die kann ich nicht.-Es gab Ärger für die Jungens, weil genau das jeden Morgen gepredigt wird.
Anschließend war natürlich Krampf im Bad angesagt, welcher den Großen erstmal auf die Treppe beförderte und Luft gab zum weitermachen. Frühstück ist eh ganz in Oppositionshaltung und bedarf keiner weiteren Zusprache.
Nun geht es los! Heute ist Psychologentermin für den Großen und Ergotherapie für den Kleinen, und die Fahrtzeit beträgt 40 Minuten. Es wurde keine Ruhe gegeben und ich war kurz davor, sie aus dem Auto zu setzen. Den Kleinen habe ich durch das ganze Gebäude schreien gehört während der Ergo und die Psychologin scheint mir sichtlich überfordert, nachdem wir erst den Anfang an Auffälligkeiten besprochen haben. Und alles in Gegenwart des Kindes. Ich werde ja sehen, wie er mit seinem neuen Wissen in Zukunft arbeitet.
Ich befürchte wir sind hier wieder in einer Sackgasse gelandet.

Benita

Donnerstag, 26. November 2009

Hat eine Mutter etwas zu sagen?

In den Augen meiner Kinder hat mein Wort keine relevanz, denn sie sind so tief in ihrem Käfig verankert, daß sie nicht einmal eine Verbindung zum gesagten Wort herstellen können. Geschweige denn, daß auch nur ein Funken von verstehen, der Situation, ihnen den Instinkt auslöst!
Nun hoffe ich auf die Ritalin-Einstellung, damit beide endlich Zeit zum landen finden. Denn nur so habe auch ich eine reelle Chance in mein Leben zurück zu finden.

Wenn ich mir den heutigen Spaziergang so vor Augen führe, wird mir ganz anders um mein Herz!
Da hat der Kleine nichts besseres zu tun als sich in den frisch gepflügten Acker zu werfen und zu brüllen. Aber ich soll ihn an die Hand nehmen! Genau an der gleichen Stelle finde ich ihn nach 10 Minuten immer noch vor, nur etwas verschmierter.
Dieses Verhalten kenne ich von seinem Bruder und ignoriere es nach Möglichkeit.Er mußte den Weg über den Acker zurück selbst finden und freute sich auch wie ein Schneekönig, als er bei mir ankam. Oft genug hatte ich ihm gesagt,er solle kommen, aber nein!
Die anschließend notwendige Dusche hat er dann auch wirklich genossen, um dann wieder in Opposition zu gehen.

Benita

Donnerstag, 12. November 2009

Ein langes Gespräch mit einer Montessori-Pädagogin

Gerade habe ich ein sehr ausführliches Gespräch mit der ehemaligen Betreuerin meiner Kinder geführt.Sie hat mir noch einmal versichert,das es bei ihr nur vereinzelt zu Aussetzern gekommen sei und sie dies auch schon unserer Sachbearbeiterin vom Jugendamt mitgeteilt hätte.Sie sei sehr verwundert darüber,dass beide so außer Kontrolle geraten und nirgends zurecht kommen.
Widerum habe ich versucht ihr zu schildern,wie sich unsere Situation entwickelt hat und wo ich die Ursachen für unsere Probleme sehe.Natürlich liegen meine Nerven blank und ich biete den Kindern somit eine breite Angriffsfläche.Doch kann mir niemand erzählen,das er nach 2 Jahren Dauerfeuer und Belagerung noch ganz gelassen über allen Dingen steht.Dennoch werde ich meine Kinder nicht aufgeben;da würde ich es mir zu leicht machen.Auch wenn mir jegliche Hilfe bislang verwehrt geblieben ist und ich den Buhmann für alle spielen muß,will und kann ich die Hoffnung nicht begraben.
Nun bin ich wohl an dem Punkt angekommen,wo ich noch einmal alle Kraftreserven zusammenpacken muß,um selbst bestehen zu können.Ich würde mir so wünschen,das wir endlich eine Familie werden könnten.

Benita

Mittwoch, 4. November 2009

Gespräch im Kindergarten

Heute früh habe ich meinen "Dreier" persönlich zum Kindergarten gebracht,unter anderem,damit ich dem Personal erneut eine Bedienungsanleitung für FAS-Kids in die Hände drücken konnte.
Natürlich ging es auch gleich um die Aktionen,welche gestern gelaufen sind.
Bei meinem Großen war es wohl nur,dass es sich in der Gruppe ständig mit dem nackten Hinterteil presentierte;aber der Kleine hat sich mächtig ins Zeug gelegt,indem er um sich biss,schlug,das Frühstück um sich warf und auch so überhaupt nicht zu lenken war.Sofort hat er mit Wut und Schreikrämpfen reagiert!
Also sind wir bei dem Punkt angekommen,das er sich nicht nur zu Hause,nicht führen lässt sondern sich die Streichelpädagogik,wie sie im Kindergarten praktiziert wird sich bei meinen Kindern auch nicht bewährt.

Benita

Freitag, 30. Oktober 2009

Ohne Druck geht hier nichts mehr!

Manchmal träume ich von einem harmonischen Familienleben und wünsche mir den Knopf zum abschalten herbei,damit sich ein solches auch bei uns einstellen könnte.Gestern erst gab mir jemand das Stichwort "Notgemeinschaft",was mir sehr passend vorkam,befinden wir uns doch irgendwie nur in Konfrontation zueinander.Und doch kann keiner so ganz ohne den anderen.In dieses Schema sind wir hineingerutscht,obwohl wir den Verdacht auf FAS im Hinterkopf hatten und doch nur noch verdrängen wollten.Liegt wohl auch mit daran,dass wir komplett allein damit stehen und niemand bereit ist,sich damit auseinander zu setzen,stattdessen wird alles nur noch schlimmer.Niemand will glauben,was sich täglich für Dramen hinter unserer Haustür abspielen,ohne das auch nur ansatzweise etwas verwirrendes geschieht.Die normale Alltagsroutine ist für die Kinder schon reine Überforderung.
Wie soll das nur weitergehen?Jetzt sind sie noch klein;doch was kommt noch alles auf mich zu,wenn sie größer sind?
Bis heute habe ich nun schon so viele Einschränkungen setzen müssen (reizarmes Umfeld;Zuckerfreie Nahrung;begrenztes Spielangebot;keine Musik oder Fernsehen),damit es ihnen etwas besser geht.Als nächstes steht nun an,dass sie kaum noch gelegenheit bekommen gemeinsam zu spielen,damit sie sich nicht gegenseitig hochpuschen und durchdrehen.Auf diese Weise soll jeder der Kinder lernen sich auf sich selbst zu konzentrieren und sich neu orientieren zu können.
Meine Sonnenscheine würden mich am liebsten dafür zum Mond schießen,weil sie es nicht verstehen können.

Benita